EINFÜHRUNG

   Die Internationale Sommerakademie am Rhein (ISAR) ist eine Akademie in Rheinbischofsheim (Baden-Württemberg) bei Strassburg, die junge Sänger dabei unterstützt, ihre Gesangstechnik, ihren Vortrag und ihre szenischen Fähigkeiten auszubauen und ihr Repertoire zu vertiefen. Zwei Wochen lang (vom 10. bis 23. Juli 2017) bekommen die zehn ausgewählten Sänger und fünf Korrepetitoren Unterricht bei hervorragenden Künstlern in unterschiedlichen Sprachen (Deutsch, Französisch und Englisch) und erhalten Ratschläge, wie man sich bei Vorsingen und Agenturen am besten präsentiert. Als "Finale" des Kurses stellen die Teilnehmer sich in einem Konzert (2. Internationale Opernnacht) dem Publikum vor.  

   Für diese zweite Akademie hat Jean-Noël Briend die ehemalige Studienleiterin der Komischen Oper Berlin Christina Domnick, den Regisseur Antoine Juliens, die  Sopranistin Béatrice Uria-Monzon als besonderen Gast für eine Masterclass, die Sopranistin Marisol Montalvo sowie die Mezzo-Sopranistin und Yoga-Lehrerin Petra Gruber und die Sopranistin Lidia Izossimova eingeladen. 
Parallel zur Akademie für die Sänger gibt es eine Akademie für Pianisten/Korrepetitoren unter Leitung von Judith Gauthier, die sowohl Sopran als auch Professorin für Korrepetition an der Académie Supérieure de Musique de Strasbourg ist.
Mit der Unterstützung von "Stadtkultur Rheinau e.V." und des "MGV Rheinbischofsheim"

DAS TEAM

SÄNGER

 

Jean-Noël Briend ist ein Musiker mit vielen Facetten: Neben Gesang, Musiktheorie, Klavier, Chorleitung, uzw. gehört das Schauspiel zu seinen Talenten, was ihm verhilft verschiedenste Charaktere auf der Bühne zu interpretieren.Er begann seine Karriere als Bariton, was seiner Stimme eine ungewöhnliche Fülle und Einzigartigkeit verleiht.
Von den großen internationalen Bühnen ist er besonders wegen seines französischen Repertoires gefragt:
Don José eröffnet ihm die Weltbühnen mit über 60 Aufführungen in Deutschland, in Japan, Ägypten (Kairo), Katar. Im Mai und Juni 2014 ist er im Teatro Real de Madrid zu Gast in der Rolle des Hoffmann unter der Leitung von Till Drömann. Im 2012 eröffnet ihm die Bühne der Stuttgarter Staatsoper, wo er sich mit großem Erfolg in der Rolle des Faust (Fausts Verdammnis/ Berlioz) produzierte. Darüber hinaus beginnt er mit den Münchner Philharmoniker zusammenzuarbeiten in Auftritten am Münchner Gasteig gemeinsam mit José von Dam als Mephisto unter der Leitung von Stéphane Denève. Große Konzertmeister wie Sylvain Cambreling (Catulli Carmina/ Orff und Noces/ Strawinski) und Helmut Rilling (Jeanne au Bûcher / Honegger) engagieren ihn für Aufnahmen. Bei der Neueinspielung von Arnold Schönbergs Oper « Moses und Aaron » mit Franz Grundheber unter der Leitung von Sylvain Cambreling singt er die partie des jungen Mannes. Diese CD wurde für den Grammy 2015 nominiert.
Er singt auch in Berlin (Berliner Philharmonie), Luzern (KKL), Bordeaux (Narraboth), Lübeck (Florestan…)
Im März 2014 verkörpert er den Orso in der Uraufführung der Oper Colomba im Opera de Marseille.
Im März 2016 ist er im Opéra de Lyon zu Gast in der Rolle des Benjamin (Uraufführung der Oper Benjamin, dernière nuit). Dann später in 2016 Ismaele (Nabucco/ Verdi) und Pollione (Norma/ Bellini) in Opera-Theatre de Saint-Etienne und in 2017 Porcus (Jeanne au Bûcher) in Opéra National de Lyon und Lohengrin wieder in Opera-Theatre de Saint-Etienne.
Er arbeitet mit Dirigent wie Nader Abbassi, Claire Girault und Regisseur wie Anthony Pilavachi, Charles Roubaud…

SÄNGERIN

 

Als singende Schauspielerin wird Marisol Montalvo für die bedingungslose Identifikation mit ihren Charakteren hoch geschätzt. 

Sie hat das Privileg mit den weltweit renommiertesten Dirigenten und Orchestern aufzutreten und mit vielen der heute führenden Komponisten eng zusammen zu arbeiten, darunter Matthias Pintscher, Olga Neuwirth und Wolfgang Rihm. Einige haben speziell für sie Rollen komponiert, darunter Peter Eötvös (Sierve Maria in “Love and Other Demons”), Pascal Dusapin (Prothoe in “Penthesilea”) und Marco Stroppa (Olbia in “Il Re Orso”). 

Ihre leidenschaftliche Hingabe für zeitgenössische Musik resultiert in regelmäßigen Engagements mit den führenden Ensembles, wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Intercontemporain, dem International Contemporary Ensemble (ICE), dem Ensemble Remix und dem Ensemble Modern. 

Neben ihren großartigen Erfolgen in verschiedenen Opernrollen wird Montalvo besonders mit der Titelrolle in Bergs “Lulu” assoziiert. Nach ihrem Debüt an der Opéra National in Paris feierte Le Monde ihre Lulu als wahre Offenbarung: "Die amerikanische Sopranistin ist auf der Bühne wie mit ihrer Stimme wahrhaft präsent und interpretiert die anspruchsvolle Rolle mit unglaublicher Intensität". 

Die Lulu wurde zum Herzstück ihrer Bühnenarbeit und ist mittlerweile eine wichtige Rolle im Repertoire der Sopranistin; sie hat sie an Häusern gesungen wie der Deutschen Oper Berlin, am Théâtre du Capitole Toulouse, am Teatro de la Maestranza, am Theater an der Wien, an der Komischen Oper Berlin und am Theater Basel, in der viel gefeierten Produktion von Calixto Bieto. 

Als Solistin für Orchesterkonzerte verbindet Montalvo eine besonders enge Zusammenarbeit mit Maestro Christoph Eschenbach, der ihr als Mentor wie auch regelmäßiger Konzertpartner zur Seite steht. Seit er ihr Carnegie Hall Debüt mit dem Philadelphia Orchestra dirigierte, hat er sie wiederholt eingeladen, um neben ihm mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Houston Symphony, dem London Philharmonic Orchestra, den Münchner Philharmonikern und dem Orchestre de Paris zu arbeiten. Erst kürzlich trat sie unter seiner Leitung in der Rolle der Sophie in einer konzertanten Aufführung von “Der Rosenkavalier” mit dem National Symphony Orchestra im Kennedy Center in Washington, DC auf. 

Weiters hat sie mit Dirigenten wie Daniel Harding, Vladimir Jurowski, Christopher Hogwood, Yuri Temirkanov, Bernhard Kontarsky, Sylvain Camberling, Sussana Mälkki, Lothar Zagrosek, und Sir Neville Marriner gearbeitet und mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony, Sankt Petersburg Philharmonic, DSO Berlin, SWR Sinfonie-Orchester, RSO Wien, Finnish Radio Symphony Orchestra und den Bamberger Symphonikern. 

Sie ist international an den besten Häusern aufgetreten wie dem Opernhaus Zürich, Theater an der Wien, bei den Bregenzer Festspielen, am Gran Teatro del Liceu, im Baden-Baden Festspielhaus, Teatro Real de Madrid, Glyndebourne Festival Opera, Theatre du Chatelet, Théatre de Genf, La Monnaie de Munt, Opera de Monte Carlo, an der Litauischen Nationaloper, Polish National Opera und Opera Comique.

JEAN-NOËL BRIEND
MARISOL MONTALVO
GEORGE GAGNIDZE

SÄNGER

 

Seit seinem sensationellen Debüt als Rigoletto an der New Yorker Metropolitan Opera im Jahre 2009 zählt der georgische Bariton George Gagnidze zu den führenden Sängern seines Fachs.

In Tbilisi geboren und am Staatlichen Konservatorium seiner Heimatstadt ausgebildet, debütierte er 1996 im Paliashvili-Opernhaus als Renato in Giuseppe Verdis Un ballo in maschera.

Als Preisträger des Leyla-Gencer-Wettbewerbs und des Elena-Obraztsova-Wettbewerbs trat er 2005 beim Concorso Voci Verdiane an. Die Jury unter dem Vorsitz von José Carreras und Katia Ricciarelli überreichte ihm den ersten Preis für seine überragende Gesangsinterpretation.

Von Deutschland aus startete George Gagnidze seine internationale Karriere, die ihn innerhalb kürzester Zeit an viele wichtige Opernhäuser der Welt führen sollte.

So gastierte der Sänger u.a. an der Deutschen Oper Berlin, an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper, am Teatro Real in Madrid, beim Verdi-Festival in Parma, am Teatro Felice in Genua, an der Pariser Opéra Bastille, am Opernhaus von Los Angeles und mehrfach an der New Yorker Metropolitan Opera. Auslandstourneen führten George Gagnidze durch China, Japan und Südkorea.

Sein vielbeachteter Auftritt als Scarpia in Puccinis Tosca an der MET, der seinen Ruf als hervorragender Sängerdarsteller festigte, wurde weltweit im Kino übertragen und auf DVD veröffentlicht.

Sein umjubeltes Debüt als Rigoletto beim Festival in Aix-en-Provence im Jahre 2013 in der Regie von Robert Carsen und unter dem Dirigat von Gianandrea Noseda wurde vom Kulturkanal ARTE live gesendet.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete George Gagnidze, der sich mittlerweile das Fach des dramatischen Heldenbaritons erschlossen hat, mit vielen namhaften Dirigenten und Regisseuren zusammen, so z.B. mit Lorin Maazel, James Levine, James Conlon, Fabio Luisi, Daniele Callegari, Gustavo Dudamel, Robert Sturua, Giancarlo del Monaco, Henning Brockhaus und Luc Bondy.

 

ANTOINE JULIENS

SCHAUSPIEL

 

Antoine Juliens, aus Belgien, ist einer Bildung in den bildenden Künsten in die Schule Heiliger Luc von Brüssel gefolgt, bevor gebildet zu sein wie Schauspieler und Regisseur im Institut der Verbreitungskünsten von Brüssel und im Zentrum der Theaterstudien von Louvain-la Neuve.

Die Entdeckung der Arbeit auf der Bildung des Schauspielers von Orazio Costa und seine Begegnung mit Pierre Laroche, den er in Rideau de Bruxelles und in Koninklijke Vlaamse Schouwburg KVS -(Paul Willems und William Shakespeare) assistiert hat, werden in seinem Vorstellung der Inszenierung entscheidend sein.
Seine vollständige Bildung der Künste der Szene (theatralisch, perspektivisch, musikalisch) erlaubt ihm, perspektivische Räume und Licht auf vielen seiner Verwirklichungen zu konzipieren .
Er hat die Stimme mit Caroline Ducrocq (Linklater Methode - Freeing the natural Voice) im Königlichen Schauspielschule-Lüttich (von René Hainaux und Henri Pousseur geleitet) und der Tanz mit Jacques Saussin Mudra (von Maurice Béjart gegründete Schule).
Außer seinen eigenen Schöpfungen hat er als Schauspieler besonders unter der Führung von Pierre Laroche, Michaël Nash, Pierre Debauche, Claude Confortès, Daniel Dupont, Albert-André Lheureux, Armand Gatti, Jean-Paul Zehnacker und Daniel Mesguich gespielt.

In 1991 gründet er mit der Schauspielerin Isabelle Maudet die Gesellschaft TEATR' OPERA im Wunsch, die szenische und theatralische Schöpfung in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen zu befördern: bildende Kunst, architektonisches Erbe, Tanz und musikalische, klassische und moderne Schöpfung.

 

CHRISTINA DOMNICK

SPRACHCOACH

 

Christina Domnick geboren in Hamburg, absolvierte ihr Studium im Fach Orchesterdirigieren von 1994 bis 1999 an der Musikhochschule Lübeck bei GMD Erich Wächter und Thomas Lang. Bereits in dieser Zeit assistierte sie u.a. bei diversen Hochschul-Opernproduktionen in Lübeck und Hamburg sowie bei Koproduktionen mit dem Theater Lübeck.
Als Pianistin gastierte sie mit dem Ensemble 13 u.a. beim Edinburgh Festival, in der Kölner Philharmonie und im Konzerthaus Berlin.
Erste Engagements führten Christina Domnick 1999 bis 2004 als Korrepetitorin mit Dirigierverpflichtung ans Bremer Theater, wo sie auch zahlreiche Repertoirevorstellungen leitete, und 2005 bis 2008 ans Deutsche Nationaltheater Weimar, wo sie u.a. als musikalische Assistentin für Wagners Ring des Nibelungen wirkte. Seit 2008 ist sie Studienleiterin an der Komischen Oper Berlin.
Die Bregenzer Festspiele engagierten sie zudem 2012 als Korrepetitorin für die Uraufführung der zeitgenössischen Oper Solaris von Detlev Glanert. 2007/08 hatte sie einen Lehrauftrag für Lied- und Partienstudium für Studenten im Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar inne.
Seit 2010 war sie mehrfach Jurymitglied beim DEBUT-Gesangswettbewerb in Weikersheim.
Neben ihrem langjährigen Festengagement an der Komischen Oper Berlin arbeitet Christina Domnick auch freiberuflich erfolgreich als Gesangs- und Sprachcoach (deutsch, französisch, italienisch) mit zahlreichen Sängern, wobei sie sowohl als erfahrene Spezialistin im Bereich Gesangstechnik und Interpretation als auch für das Partienstudium gefragt ist. Ihr umfangreiches Repertoire reicht vom Barock bis in die Gegenwart, von Oper über Operette bis Musical und umfasst die "Klassiker" des Musiktheater-Repertoires sowie auch zahlreiche seltener gespielte Werke.

© 2019 I.S.A.R Jean-Noël Briend. 

Mit Unterstützung von  "Stadtkultur Rheinau e.V." und "MGV Rheinbischofsheim"